Durchfall
Bei Durchfall
(Diarrhö)
handelt es sich
vorwiegend um
einen
Reinigungs- und
Entgiftungsversuch
des Körpers.
Alle schädlichen
und
unverträglichen
Objekte im
Magen- und
Darmtrakt sollen
so auf
schnellstem Wege
ausgeschieden
werden. Ein
chronischer
Durchfall ist -
wie die meisten
chronischen
Krankheiten -
ein Symptom
eines schlecht
funktionierenden
Immunsystems.
Die
Unterdrückung
von Durchfall
verhindert
diesen wichtigen
Ausscheidungsprozess
und unterdrückt
die
Selbstreinigung
des Körpers. Ein
nicht länger
andauernder
Durchfall sollte
daher zuerst mit
einer Diät und
unterstützenden
Maßnahmen
"bekämpft"
werden.
Hält der
Durchfall trotz
aller Bemühungen
länger als drei
Tage an, sollte
man umgehend
einen Tierarzt
aufsuchen, dies
gilt natürlich
auch dann, wenn
die drei Tage
noch nicht
abgelaufen sind,
aber das Tier
sich auffällig
verhält oder der
Gesundheitszustand
sich sichtlich
verschlechtert.
Symptome
Einen
Durchfall
erkennt man
eigentlich ganz
einfach und
schnell: Die
Katzen suchen
häufig ihre
Toilette auf,
sind teilweise
kotverschmiert
und natürlich
bemerkt man ihn
auch, wenn man
die
Katzentoilette
reinigt.
Hinzukommen kann
auch noch ein
entzündeter und
geröteter After.
Ursachen für
Durchfall
Ein Durchfall
kann einen ganz
einfachen
Auslöser haben,
wie zum Beispiel
eine zu rasche
Futterumstellung
oder einfach
eine Reaktion
auf eine
Impfung.
Jedoch können
auch psychische
Belastungen und
Stress,
Virusinfektionen,
eine
Dünndarmentzündung,
eine
Lebensmittelvergiftung,
eine
Nahrungsmittelunverträglichkeit
(Futterallergie),
Darmparasiten
(Würmer,
Giardien), eine
Vergiftung, eine
Schilddrüsenüberfunktion,
eine
Bauchspeicheldrüsenentzündung,
Diabetes,
Staupe,
Darmtumore oder
sogar
FIV,
FIP,
Organversagen,
Katzenseuche
oder eine
Darmverengung
Ursache sein.
Infektiöser
Durchfall
Diese Form
der Erkrankung
bemerkt man
meist durch
Begleiterscheinungen
wie
Appetitlosigkeit
und Fieber.
Heller
Durchfall
Ein heller
Durchfall kann
Anzeichen von
Leber- oder
Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
oder auch der
vorderen und
hinteren
Darmabschnitte
sein.
Dunkler
Durchfall
Eine
dunkelfärbung
des Durchfalles
kann auch durch
gewisse
Farbstoffe im
Katzenfutter
entstehen.
Jedoch können
hierfür auch
Erkrankungen des
vorderen
Darmabschnittes
Ursache sein.
Bei
blutigem
Durchfall
auf jeden Fall
sofort einen
Tierarzt
aufsuchen!
Weitere Gründe,
umgehend einen
Tierarzt
aufzusuchen:
- Der Durchfall geht mit Erbrechen einher
- Der Allgemeinzustand der Katze verschlechtert sich drastisch
- Der Durchfall hält länger an als drei Tage
- Es besteht die Gefahr der Dehydration (Durch den Flüssigkeitsverlust bei Durchfall)
- Die Katze trinkt auffällig mehr als sonst
- Es kommt Fieber hinzu
- Der Durchfall tritt mehr als sechs bis acht Mal täglich auf
Behandlung
Bei einem
Durchfall ist es
am wichtigsten,
erst einmal die
Ursache
herauszufinden.
Kommt ein
Durchfall fast
regelmäßig
öfters vor, kann
es sich zum
Beispiel um eine
Futtermittelintoleranz
handeln. Ändert
man in diesem
Fall die
Futtergewohnheiten,
erholt sich das
Tier wieder
recht schnell.
In der
Schulmedizin
bekommen Katzen
gegen Durchfall
vorsorglich
Antibiotika, um
sie vor
Infektionen zu
schützen. Diese
Methode ist
jedoch sehr
umstritten, da
bei Magen-
Darminfekten nur
selten
Antibiotika
benötigt werden.
Unter Umständen
zerstören sie
das natürliche
Milieu der
Darmschleimhaut,
was weiteren
Durchfall zur
Folge hat.
Nicht weniger
wichtig ist es,
dass eine unter
Durchfall
leidende Katze
genug
Flüssigkeit zu
sich nimmt.
Daher darf man
erkrankten
Katzen niemals
das Wasser
entziehen! Unter
Katzen ist es
meist üblich,
dass diese schon
von Natur aus zu
wenig trinken.
Durch den
Durchfall
verlieren sie
dann zusätzlich
noch größere
Mengen an
Flüssigkeit.
Dies kann
schnell zu einer
gefährlichen
Dehydration,
also
Austrocknung,
führen.
Das Futter
sollte dem
erkrankten Tier
also in
verwässerter
Form angeboten
werden.
Unterstützend
kann man der
Katze noch einen
warmen,
gemütlichen und
ruhigen Platz
anbieten, der
auch immer gern
angenommen wird.
Sicherheitshalber
sollte jedoch
immer ein
Katzenklo in der
Nähe stehen.
Manche Tiere
werden bei
Krankheit auch
sehr anhänglich
und suchen nach
Zuwendung. Dies
sollte dem
Patienten dann
natürlich auch
gewährt werden.


