Toxoplasmose
In der Regel infizieren sich Katzen durch den Verzehr von "verseuchtem" Fleisch, z. B. von Mäusen, Vögeln, rohem Schweine, Ziegen- oder Schaffleisch. Möglich ist auch eine Tröpfcheninfektion durch das Nasensekret, den Speichel sowie den Harn erkrankter Tiere. Schnecken, Fliegen und Regenwürmer verbreiten ebenfalls diese Krankheit.
Nach der oralen Aufnahme erfolgt zunächst eine Vermehrung im Dünndarm. Daneben kommt es in der Regel über die Blut- und Lymphwege zum Eindringen der Toxoplasmen in Organe außerhalb des Darms, in denen sie sich ebenfalls vermehren. Je nach Immunlage der Katze überleben diese Erreger reaktionslos in Form von Zysten oder sie führen zu entzündlichen Prozessen.
Ab dem dritten Tag werden Oozysten gebildet, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Nach zwei bis vier Tagen sind diese herangereift, ab diesem Zeitpunkt kann sich auch der Mensch infizieren (zum Beispiel wenn die Katzentoilette mind. zwei Tage nicht mehr gesäubert wurde). Neun bis zehn Tage nach einer Infektion sind Zysten zu finden. Diese bilden sich bei Katzen hauptsächlich in der Zungen-, Herz-, Skelett- und Zwerchfellmuskulatur sowie im Gehirn, kommen aber auch in anderen Organen vor.
Eine Infektion bleibt lebenslang bestehen.
Der akute Verlauf:
Er zeigt sich durch Bauchschmerzen, leichten Durchfall, Fieber oder Untertemperatur, Atemnot, erhöhte Atemfrequenz, Apathie, Gelbsucht, Entzündungen der Netzhaut, krankhafte Schwellungen der Lymphknoten, grippeähnliche Symptome, Hirnödeme und Störungen des zentralen Nervensystems, wie etwa Taumeln oder Lähmungen.
Der chronische Verlauf:
Ihn erkennt man an wechselnde Fieberschüben, Erbrechen und Durchfall, lang anhaltenden Lungenentzündungen, Gelenkschmerzen, psychischen Alterationen, Taumeln, Lähmungen und ähnlichem.
Impfung
Eine Impfung gibt es auch hier bis jetzt leider noch nicht.
Freigänger sollten daher besonders bei einer unklaren Erkrankung auf Toxoplasmose untersucht werden.


